Bert van Rossem

BERT VAN ROSSEM

studierte an den Akademien in Brüssel, Gent und Anderlecht.
Sein Werk wurde seit 1973 in zahlreichen internationalen Ausstellungen – in Belgien, Italien, Kuba, Frankreich und den Niederlanden – präsentiert.

Alain Biltereyst, Clemens Hollerer, Alfonso Hüppi, Bert van Rossem rhythm of line 22.05.2015 — 18.07.2015

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Das Pattern (Muster) ist ein Begriff, der im Sprachgebrauch von Musikern und Komponisten eine musikalische Form in Art einer rhythmisch wiederkehrenden Struktur bezeichnet. In der Malerei des belgischen Künstlers Bert van Rossem (Jahrgang 1953) bestimmen solche Muster – an musikalische Pattern erinnernde Strukturen – das Geschehen auf der Bildfläche.
Van Rossem schert sich dabei nicht um stilistische Grenzen, sondern er bedient sich mit großem Einfühlungsvermögen der formalen Mittel, die der jeweiligen Komposition angemessen sind.
Seine Formen und Farben, die in der Regel das gesamte Format füllen, bestehen aus ornamentalen Linien, die zu Labyrinthen verdichtet sind, aus geometrischen Puzzlestücken, die sich zu einer räumlichen Wirkung entfalten oder aus Seifenblasen ähnlichen Gebilden, die an wuchernde Mikro-Organismen erinnern.
Die stilistische Bandbreite reicht hier vom Minimalismus über die Wahrnehmungsfallen der Op Art bis hin zur Reizüberflutung der Psychedelischen Kunst.
Jedes Gemälde von Bert van Rossem scheint für sich zu stehen. Der Künstler arbeitet offenbar nicht in Serien, sondern er beginnt wagemutig immer wieder neu. Die Freiheit des schöpferischen Prozesses, der sich im Bild pulsierend und organisch entfaltet, steht sichtbar im Vordergrund.
Und so entstehen Werke, die tatsächlich viel mit Musik gemeinsam haben - rhythmisch, lebendig und inspirierend.