Carl Ostendarp

biography

born 1961 in Born Amherst, MA;
lives and works in Ithaca, N.Y.

1996
M. F. A. Yale School of Art, New Haven, CT (USA)
1983
B. F. A. Boston University School for the Arts, Boston, MA
1982
Yale, Norfolk, CT

selected solo exhibitions

2015
Ruth Leuchter, Düsseldorf, abstract index
2014
Pace Gallery, London, UK
Elizabeth Dee Gallery, New York, NY (USA), Forthcoming: Blanks
2012
Johnson Museum of Art at Cornell University, Ithaka, NY (USA), curated by Andrea Inselmann, Fat Cakes/Myopic Void
2011
Galerie Schmidt Maczollek, Köln, Some Noises
Museum Ludwig, Köln, curated by Julia Friedrich, Works by Carl Ostendarp from the Museum Ludwig Collection
2009
RISD Museum of Art, Providence, RI (USA), Pulled Up
2007
Elizabeth Dee, New York, NY (USA), Carl Ostendarp 1989–2007
Museum Ludwig, Köln, Sayin’it and Doin – it
Galerie Schmidt Maczollek, Köln, Works on Paper
Museum für Moderne Kunst, Frankfurt, All Tomorrow’s Parties
2006
PROJEX-Mtl, Montreal, Kanada, Hands & Fleets
2005
OHT Gallery, Boston, MA (USA)
2004
Mario Diacono Gallery, Boston, MA (USA)
2003
The Aldrich Museum of Contemporary Art, Ridgefield, CT (USA), Carl Ostendarp: 189 Drawings
Elizabeth Dee Gallery, New York, NY (USA), Carl Ostendarp: Drawings, 198 to 2003
2002
Galerie Rolf Ricke, Köln
Gilles Peyroulet et Cie, Paris, Frankreich
2001
Dee Glasoe, New York, NY (USA)

Paul Morrison, Carl Ostendarp, Jan van der Ploeg abstract index 05.09.2015 — 31.10.2015

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Die Malereien Carl Ostendarps sind schneller erfasst als begriffen. Auf dem meist flächig monochromen Hintergrund finden sich einfache, derart abstrahierte Formen, wie sie auch in Kinderzeichnungen vorstellbar sind. Sie wirken offen, lustig, vielleicht auch ein wenig mysteriös. Seit seiner ersten Einzelausstellung 1989 ist sein Oeuvre erstaunlich konsistent und weicht von der beschriebenen Gestaltungsweise selten ab. So taucht das Sternmotiv der ausgestellten Bilder bereits 1997 auf einem blau bis türkis gefärbten Grund auf und zeichnete sich schon damals durch sorgfältige Farbwahl, Nuancierung und Komposition aus.
Auf der Grenze zwischen Abstraktion und Cartoon erscheint Ostendarps Kunst als eine spritzige Verschmelzung von Pop Art, Minimalismus sowie Farbfeldmalerei und weckt Assoziationen zu Roy Lichtenstein, Miró, Barnett Newman oder John Wesley, also Künstlern, die weitestgehend den Balanceakt zwischen Pathos und Humor meistern. Ostendarp brachte den Spaß zurück in die formalistische Malerei und Theorie und konnte so dem postmodernen Diktum, die Malerei sei tot, zu Beginn seiner künstlerischen Karriere entkommen.
Die Seriosität formalistischer Abstraktion erfährt Milderung durch die naive Komik der Formensprache ohne dabei ironisch zu werden oder in den Bereich des Lächerlichen zu rücken. Ostendarp schafft vielmehr eine Kombination aus Sinnlichkeit und Poesie, die durch ihre bewusste Künstlichkeit besticht.