Clemens Hollerer

biography

2013
Nomination Kardinal-Koenig-Art Prize, Salzburg
2012
Membership Secession Vienna
2011
Nomination Kardinal-Koenig-Art Prize, Salzburg
2010
Nomination Future Generation Art Prize, PinchukArt Centre, Kiev, Ukraine
Nomination Zurich Art Prize 1010
Shortlist Strabag Award 2010
International Cite des Arts, Paris
2009
Photo Preiz of the City of Graz
Art Jury 1st Prize, Festival Europeen des Arts Visuels a L’Hoptial, organized by Art dans la Cite, Paris
2006–2008
HISK-Higher Institute for Fine Arts, Antwerp/Gent
1975
born in Bruck/Mur, Austria, lives and works in Bad Gleichenberg, Austria

exhibitions (selected)

2015
counting bodies like sheep to the rythm of the war drums, 1335Mabini, Manila
2013
Chat Jet_Painting Beyond The Medium, Kuenstlerhaus Graz
Once more unto the breach, dear friends, once more, Lokaal 01, Breda, NL
Tightrope, Galerie Klueser 2, Munich (Solo)
SculptureNOW – focus on small pieces, Galerie Ruth Leuchter, Dusseldorf
Unattainable, Hebel_121, Basel (Solo)
Meierhof, Kornberg, A
MakeSHIFT(S), Columna02/Satellite Lyon Biennale 2013, Vienne, F
2012
Photo_graz 010, Austrian Cultural Forum Zagreb, Croatia
Quarantine, PS, Amsterdam, NL (Solo)
A space in color (Expanding.color), La Tolerie, Clermont Ferrand, F
Reality of the unbuilt, Raketenstation Hombroich – Raimund Abraham building
Land of the seven moles, PS, Amsterdam, NL
30/30 image archive project (IAP) a collective collection, Moins un, Paris (Org. by Team CCNOA)

Alain Biltereyst, Clemens Hollerer, Alfonso Hüppi, Bert van Rossem rhythm of line 22.05.2015 — 18.07.2015

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Terry Haggerty, Clemens Hollerer, Paul Morrison, Bernd Ribbeck, Jens Wolf crossing lines 08.11.2013 — 21.12.2013

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Die zerbrochenen Ordnungen, die man auf Baustellen vorfindet, ziehen Clemens Hollerer magisch an. „Die Zustände des Übergangs, der Zerstörung und des Chaos, der Fehler und Überraschungen aber auch der klaren Strukturen, Muster und Farben.“
(Cem Angeli)
Absperrungen, Bauzäune, Blockaden und Umleitungen im öffentlichen Bereich entdeckte der steirische Künstler als Inspirationsquellen für seine wuchernden Rauminstallationen. Die Baustelle scheint für Hollerer aber nicht nur ein Ideenfundort zu sein. Sie bietet sich auch als Symbol der Veränderung, als Metapher für die Wandelbarkeit einer Stadt oder  für die Umbrüche in der Gesellschaft an. Hier findet der Bildhauer verbotene, temporäre und provisorische Bereiche, die ihm Rohstoffe für seine außergewöhnlichen Arbeiten liefern.
Der Künstler aus Österreich erfindet und baut spannungsreiche Zustände und Orientierungssysteme – oder Desorientierungssysteme –, die dem jeweiligen Ausstellungsraum angepasst sind. Viele seiner irritierenden Werke entstehen unter Zeitdruck und in unmittelbarer Reaktion auf den Ort der Präsentation, und meist werden sie am Ende einer Schau abgebaut und recycelt.
Seine technischen Konstruktionen ähneln mitunter linearen Zeichnungen, die sich zauberhaft in den dreidimensionalen Raum verirrt haben. Hollerer nennt Blinky Palermo, wenn man ihn nach künstlerischen Vorbildern fragt. Er schätze vor allem dessen „konstruierte Ungenauigkeit“. Die minimalistischen Wandobjekte des Beuys-Schülers, vor allem die mit Leinwand oder Klebeband umwickelten Holzformen scheinen einen gewissen Einfluss auf das plastische Werk von Hollerer auszuüben.
In der Fotografie findet die gedankliche Vorarbeit statt. Hier skizziert Clemens Hollerer seine Kompositionen und lässt sie Probe laufen. Der Künstler studierte zunächst Fotografie in Österreich. Bald bemerkte er jedoch, dass dieses Medium ihn zu sehr einschränkte.
Der einfallsreiche Installationskünstler versperrt, öffnet, definiert und bezeichnet Räume. Die Formensprache bleibt dabei stets reduziert, die Farben sind monochrom: Rot, Schwarz, Orange oder Gelb: Das sind Signalfarben, wie man sie auf  Baustellen oder im öffentlichen Raum findet. In Venedig – im Kontext der Biennale – verband Hollerer mit einer 18 Meter hohen Vertikalkonstruktion buchstäblich das Wasser der Lagune mit dem Himmel.