Gerhard Mantz

biography

1950
geboren in Neu-Ulm
1970–1975
Kunstakademie Karlsruhe
1979
Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg
1981–1982
Stipendium der Cité des Arts, Paris
1984–1985
Künstlerhaus Bethanien, Berlin
1986
Arbeitsstipendium des Senats von Berlin
1986–1987
Stipendium des Kunstfonds, Bonn
1994
Cité des Arts, Paris
1995
Arbeitsstipendium des Senats von Berlin
2004
CCA Andratx Residency, Mallorca

solo exhibitions (selected)

2015
Till Richter Museum, Schloss Buggenhagen
2014
Rosier Gallery, Berkeley CA, USA.
2013
Goethe Institut, Montréal
Galerie Brigitte March, Stuttgart
Kommunale Galerie, Berlin
2012
Kunstverein Bamberg
2010
DAM, Berlin
DAM, Köln
2009
Galerie Rottloff, Karlsruhe
Galerie Erhard Witzel, Wiesbaden
2008
DAM, Berlin
2007
Galerie Caesar & Koba, Hamburg
2006
Galerie Albert Baumgarten, Freiburg
DAM, Berlin
Goethe Institut, Berlin
2005
Teilnahme am „Not Still Art Festival 2005“ in New York
Digital Art Museum, Berlin
Galerie Ruth Leuchter, Düsseldorf
Galerie Ehrhard Witzel, Wiesbaden
2004
Oskar Friedl Gallery, Chicago
2002
Galerie Erhard Witzel, Wiesbaden
2003
Digital Art Museum, Berlin
Artforum Offenburg
2001
Galerie Leuchter & Peltzer, Düsseldorf
Galerie Gudrun Spielvogel, München
Städtische Galerie, Karlsruhe
2000
Galerie Baumgarten, Freiburg
Galerie Hoffmann, Friedberg
Galerie Klaus Fischer und Runge, Berlin
1999
Kunsthalle, Erfurt
Albrecht Dürer Gesellschaft, Nürnberg
Kunstmuseum Ahlen
Städtische Sammlungen Neu-Ulm
Galerie Rottloff, Karlsruhe
1996
Galerie Leuchter & Peltzer, Düsseldorf
1994
Staatliche Kunsthalle, Karlsruhe
1991
Kunstfonds Bonn
1987
Neuer Berliner Kunstverein
1986
Ulmer Museum
1982
Staatliche Kunsthalle, Karlsruhe
1980
Kunststiftung Baden-Württemberg, Stuttgart

group exhibitions (selected)

2015
Phänomen Landschaft, Städtische Galerie Fähre
Roswell Museum and Art Center, Roswell, NM, USA
Digitale Kunst @ Sony Center Screen, Berlin
2014
The Sea, Kunsthalle Brandts, Odense DK
Mythos Wald, Haus Beda, Bitburg
Digital Painting, Galerie Artlantis, Stuttgart
Penetrating Surfaces, Film Museum Wien
Abstraktion und Metapher, Forum Konkrete Kunst Erfurt
Beyond the Wall, Kunstverein Bochum
Rot Blau Gelb, Galerie Rottloff, Karlsruhe.
2013
Back to Back, DAM Gallery Frankfurt.
…Spass, Projektraum des DKB, Berlin
Popsicle, Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Berlin
Trans Media, Palais du Tokio, Paris
Stoffwechsel, Kunstraum t27, Berlin
Es werde Farbe, Galerie Hoffmann, Friedberg
In Prinzipio, Kunsthalle Rostock
Hidden Treasures, Galerie Artlantis, Stuttgart
Zeitzünder, DAM Gallery Frankfurt
2012
Gloria Berlin, Berlin
„gawPNG“(engl.: gawping- schaulustig), Spor Klübü, Kolonie Wedding e. V., Berlin
„What I like“, Schau-Fenster, Berlin
ART CLASH @ Sony Center, Berlin
„Current“, Museo Cultural de Santa Fe, USA
„Abstract Confusion“, Neue Galerie Gladbeck, Gladbeck
2011
„Abstract Confusion“, b-05, Montabaur und Kunstverein Ulm
„Biomorph“, Arp Museum Bahnhof Rolandseck
2010
„Gratwanderung“, Neuer Kunstverein Aschaffenburg“
„weiss“, KISS, Untergrönningen
„Mirrors of continuous change“, Ilju + Seonhwa Gallery, Seoul, Korea
„Wie gemalt“, Kunsthalle Erfurt
„Im Raum nichts als Farbe sehen“, Galerie oqbo, Berlin
2009
Prague Biennale 4, Prague, Czech Republic
„Natural Histories“, Central Booking, New York City
2008
„MINUS SPACE“, P.S.1 Contemporary Art Center/MoMA, New York City
„Backstop“, Galerie oqbo, Berlin
2007
„Wasserwelt“, Kunsthaus Potsdam
2006
„Landscape“, Galerie Ruth Leuchter, Düsseldorf
„Landscape/Inscape“, St Paul St Gallery, Auckland, New Zeeland
„Frischluft“, Kunstverein Ingam, Berlin
„Not Still Art“, Micro Museum, Brooklyn
Galerie Lücke und Partner, Berlin
„Beauty Lies“, Galerie Caesar & Koba, Hamburg
2005
„Not Still Art“, Micro Museum, Brooklyn
2004
„Between Spaces“, Gallery Asbaek, Copenhagen
„Digital Move“, Sony Center, Berlin
2003
„Between Spaces“, Centro Cultural Antratx, Mallorca, Spain
Galerie Michèle Chomette, Paris
MOV Festival, Sapporo, Japan
2002
„Der Berg“, Heidelberger Kunstverein
2000
Jariwala Westzone Gallery, London
KMZA, Berlin
1996
„Neo Structuralism“, BGH Gallery, Los Angeles
„Begegnungen Prag–Berlin“, Tschechisches Zentrum, Berlin
1992
Interferenzen, St. Petersburg
1991
Berlin ohne Grenzen, Kopenhagen
1990
Karl Bornstein Gallery, Los Angeles
1989
Hartje Gallery, Boston
Mincher Wilcox Gallery, San Francisco
Contemporary Art Center, Osaka
1988
Georg Kolbe Museum, Berlin
Karl Bornstein Gallery, Los Angeles
1987
„Zehn:Zehn“, Kunsthalle Köln und Berlin
Deutscher Künstlerbund, Bremen

Die Arbeiten von Gerhard Mantz bestechen durch ein ausgeklügeltes Spiel von Farbe und Form. Die vielen unterschiedlichen Nuancen und die geschickt gesetzten Lichtquellen verleihen den Bildern eine ungewöhnliche Tiefenwirkung, die durch die konkav und konvex verlaufenden Farbschattierungen noch verstärkt werden. So gewinnt man als Betrachter den Eindruck ins Innere des Bildes gezogen zu werden; in einen virtuellen Raum aus Licht und Farbe, der den realen Raum erweitert. Doch je nach Standpunkt wechselt die Tiefenwirkung der Arbeit und es entstehen immer neue Bildräume.
Dieses komplexe Zusammenspiel der Farben in den abstrakten Arbeiten bestimmt folglich die Raumwirkung im Bild selbst, ebenso wie die der realen Umgebung. Konkrete Flächen beginnen durch ihre Farbigkeit zu flimmern, sie scheinen dem eigentlichen Bildraum zu entfliehen und sich in den realen Raum auszudehnen. So sind diese abstrakten Arbeiten, unabhängig davon ob Bild oder Objekt, nicht greifbar und fordern den Betrachter letztlich dazu auf, das Kunstwerk als Empfindung zu begreifen. Diese Transformation des Kunstwerks in eine Sensation reduziert es auf sein Wesen, auf seine Essenz und formuliert so eine Sehnsucht nach Utopien oder evoziert Erinnerungen.
Die sinnliche Orientierung der neuesten Serie abstrakter Arbeiten wird durch ihre Betitelung zusätzlich unterstrichen. In Anlehnung an bedeutende Parfümhersteller tragen die einzelnen Bilder Namen wie Amarige, Echo, Black
Orchid oder Kelly Calèche. Es sind Namen, die zu Gedankenspielen anregen und Assoziationen zulassen – ähnlich wie der Duft eines Parfüms auf unser inneres Seelenleben wirkt. Als Sinnbilder unterstreichen die Titel den Abstraktionsgrad der Arbeiten, der schlussendlich auf die innere Energie im Erscheinungsbild und somit auf unsere Empfindung abzielt.“

(Saskia Witan im Katalog „Gerhard Mantz, Les Essences de l’Abstraction“ zur Ausstellung in der Galerie Heike Strelow, Frankfurt, 2011.)