Jens Wolf

biography

born in Heilbronn 1967, lives and works in Berlin

1994–2000
Staatliche Akademie der bildenden Künste, Karlsruhe, Germany, class of Helmut Dörner and Luc Tuymans

 

solo exhibitions

2016
Constructed Identities, Städtische Galerie Waldkraiburg
2013
Galerie MaxWeberSixFriedrich, München
Kunstverein Schwäbisch Hall
2012
„Pattern Boards“, Galerie Hammelehle und Ahrens, Köln
Nosbaum & Reding Art Contemporain, Luxemburg
2011
Galerie MaxWeberSixFriedrich, München
2010
Galerie Hammelehle und Ahrens, Köln
Galerie Aline Vidal, Paris
Aschenbach & Hofland Galleries, Amsterdam
Charim Galerie, Wien
2009
Galerie von Bartha Garage, Basel
Nosbaum & Reding Art Contemporain, Luxemburg
2008
Galerie Hammelehle und Ahrens, Köln
Galerie Six Friedrich Lisa Ungar, München
Galerie Charim Ungar Contemporary, Berlin
Galerie Aline Vidal, Paris
2007
Galerie Hammelehle und Ahrens, Köln
Aschenbach & Hofland Galleries, Amsterdam
2006
Galerie Six Friedrich Lisa Ungar, Müchen
Nosbaum & Reding Art Contemporain, Luxemburg
Galerie Jan Wentrup, Berlin
2005
Galerie Aline Vidal, Paris
Le Grand Café Centre d’art Contemporain, Saint-Nazaire, F
Galerie Hammelehle und Ahrens, Köln
Aschenbach & Hofland Galleries, Amsterdam
Galerie Aliceday, Brüssel
2004
Galerie Hammelehle und Ahrens, Köln
Galerie k4, München
Galerie Aline Vidal, Paris
Ausstellungsraum Ursula Werz, Tübingen
Art Brussels (One man show), Brüssel
2003
Nosbaum & Reding Art Contemporain, Luxemburg
2001
Galerie Maschenmode, Berlin
Ausstellungsraum UBERBAU, Düsseldorf
Galerie Maximilian Krips, Köln

 

 

group exhibitions

2013
„Raum“, tête, Berlin
„Resonanzen / Skulptur – Malerei – Fotografie“, Abtart, Stuttgart
„Papierarbeiten II – Siebziger Jahre bis Heute“, Galerie MaxWeberSixFriedrich, München
„A time of gifts / Die Zeit der Gaben“, Märkisches Museum, Witten
„30 ans des FRAC“, FRAC Poitou-Charantes, Angoulême, F
„30 ans des FRAC“, Musée Sainte-Croix, Poitiers, F
„30 ans des FRAC“, Musée des Arts du Cognac, Cognac, F
2012
„Alternative Entrance“, Kunstbunker, Nürnberg
„Berlin Non Objective“, SNO contemporary art Projects, Sydney
„tracing paper“, Charim Galerie, Wien
„formal?“, Galerie MaxWeberSixFriedrich, München
„Against Interpretation“, Whatspace, Tilburg, NL
„Choses vues a Droite et a Gauche (sans lunettes)“, Ballhaus Ost, Berlin
2011
„Out of Storage / Provisoire & Définitif. Collection FRAC Nord-Pas de Calais“, Marres Maastricht, Timmerfabriek, Maastricht
„Tendenz Progressiv“, GLUE@SCHAUFENSTER, Berlin
„10 Anos del Programa de Residencias – La Colección del CCA Andratx, 2001 – 2011“, KUNSTHALLE, CCA Andratz, Mallorca
„Kraftwerk Depot. Frisch ausgepackt – Wie Kunst altert“, MARTa Herford, Herford
„Künstlerische Produktionen“, Espace Surplus, Berlin
„Bild und Träger und ein Pfeiler im Park Sanssouci“,Kurator: Hans-Jürgen Hafner, Brandenburgischer Kunstverein, Potsdam
„The Visitation“, Galerie Hartwich, Rügen
„Real Fiction“, Centre de Sculpture romane de Cabestany, FRAC Languedoc-Roussillon, F
2010
„Electro Géo“, FRAC Limousin, Limoges, F
„Corridor“, Galerie Oechsner, Nürnberg
„BABEL“, FRAC Auvergne, Clermont-Ferrand, F
„Bilder über Bilder: Diskursive Malerei von Albers bis Zobernig aus der Daimler Kunst Sammlung“, MUMOK Museum Moderner Kunst, Wien
„Mixed“, Märkisches Museum, Witten / Brandenburgischer Kunstverein, Potsdam
„Groupshow“ Galerie von Bartha Garage, Basel
„Ich weiß gar nicht, was Kunst ist. Einblicke in eine private Sammlung“, MARTa Herford, Herford
2009
„Zeigen“, Temporäre Kunsthalle, Berlin
„1948“, Aschenbach & Hofland Galleries, Amsterdam
„(Z)ART“, Kurator: Jan Hoet, Abtart, Stuttgart
„Axis bold as Love“, Forgotten Bar, Berlin
„private view“, Städtische Galerie, Villingen-Schwenningen
„La Rose Pourpre du Caire“, Musée d’Art et d’Archélogie, Aurillac, F
„Hellwach Gegenwärtig – Ausblicke auf die Sammlung MARTa“, MARTa Herford, Herford
„About Op Art“, Galerie von Bartha, Chesa Chanf, CH
„The Source of Inspiration“, Galerie von Bartha Garage, Basel
„Cave Painting“, Kurator: Bob Nickas, PSM Galerie, Berlin
„La Galerie Aline Vidal s’expose à Izmir“, Centre Culture Français, Izmir
2008
„Larsen“, FRAC Poitou-Charentes, Angoulême, F
„Roundabout“, Contemporary Exhibition Place, Berlin
„Something and Something else“ Museum van Bommel van Dam, Venlo, NL
„Art Leaves Home: Otto L. Schaap, Content Art Consumer“,Stedelijk Museum, Schiedam, NL
„Plus de réalité – pratiques contemporaines de l’abstraction“, Ecole régionale des Beaux-Arts de Nantes, F
„Diskurs im Grünen“, Kunstverein Springhornhof, Neuenkirchen
„Seize“, Ausstellungsraum Espace Surplus, Berlin
„Ultramoderne“, CAC Passerelle Brest, F
„I don’t wanna talk about it“, Ausstellungsraum Glue, Berlin
„Wenn ein Reisender in einer Winternacht. Variationen über Max Bill von Künstlern der Gegenwart “, Kurator: Lorenzo Benedetti, MARTa Herford, Herford
2007
„Space Chase“, Galerie Magnus Müller, Berlin
„Ultramoderne“ Espace Paul Wurth, Luxemburg
„Aktuelle Positionen der abstrakten Malerei“, Kunstverein Wilhelmshöhe, Ettlingen
„summer show“, Galerie Alice Day, Brüssel
„New Generation“, Galerie von Bartha Garage, Basel
„de leur temps (2)“, Musée d’Art Contemporain, Grenoble
„The best of…“ Galerie Aline Vidal, Paris
„la couleur est une forme“, Centre d’art Contemporain Bouvet-Ladubay, Saumur, F
„abstrakt“, Ausstellungsraum 25, Zürich
„our affects fly out of the field of human reality“, Galerie Sandra Bürgel, Berlin
„Groupshow“, Galerie Almine Rech, Paris
2006
„abstract art now – strictly geometrical?“, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen
„Wir hätten das Land gerne weit und rund und Sie…“, showroom, Berlin
„Gtop8tä“, Raum für Kunst, Kunstverein, Ravensburg
„Kunstwille in M.Gladbach“, MÖMA, Mönchengladbach
„Heim, Wolf“, Ausstellungsraum Glue, Berlin
2005
„Liquid Crystal“, Lothringer 13, München
„Acid Rain“, Kurator: Vincent Honoré, Galerie Michel Rein & Glassbox, Paris
„unburied/reburied“, Kurator: Hans-Jürgen Hafner Kunstbunker, Nürnberg
„Ça en jette!“, Galerie Aline Vidal, Paris
„dead/undead“, Kurator: Hans-Jürgen Hafner, Galerie Six Friedrich Lisa Ungar, München
2004
„La partie continue 2“, Le Crédac , Centre d’art Contemporain, Ivry-sur-Seine, F
„Regard sur l’abstraction dans la scène berlinoise“, Nosbaum & Reding Art Contemporain, Luxemburg
„1+1+1“, Yuill/Crowley Gallery, Sydney
„Welt ohne Gegenstände“, Ausstellungsraum Glue, Berlin
„Tenir le fil, garder la corde“, FRAC Languedoc-Roussillon, Montpellier
„Minimalism and After III“, Sammlung Daimler Contemporary, Berlin
„Obstractivist“, Hales Gallery, London
2003
„Gritsch, Pompl, Wolf“, Galerie Maximilian Krips, Köln
2002
„Die Superzelle“, Kino, „Die Kamera“, Badischer Kunstverein, Karlsruhe
„Sound“, Ausstellungsraum G7, Berlin
„Paintings and Sculptures“, Galerie Maximilian Krips, Köln
2001
„Die Vertreibung der Händler aus dem Tempel“, Kunstfabrik am Flutgraben, Berlin
2000
„Queens“, Queens Hotel, Karlsruhe
„Genre Painting“, Ausstellungsraum G7, Berlin
„Sonderschau der Kunstakademie Karlsruhe“, Kunst Köln 2000, Köln

Karsten Konrad, Jens Wolf silence and outbreak 07.11.2014 — 20.12.2014

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Terry Haggerty, Clemens Hollerer, Paul Morrison, Bernd Ribbeck, Jens Wolf crossing lines 08.11.2013 — 21.12.2013

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Aus der Geschichte der Moderne, besonders aus den Bildwelten der ungegenständlichen Malerei, schöpft der in Berlin lebende Künstler Jens Wolf sein Formenrepertoire.
Werke von Malern aus dem stilistischen Bereich von Hard Edge, Konstruktivismus oder Konkreter Kunst eignet er sich an, indem er sie ironisch bricht, sie neu definiert oder ihre perfekten Kanten ein wenig ausfransen lässt.
„Man kann dabei auch an Plakatabreißer denken oder die Decollagisten. Die Wahl von frischem Holz sorgt für Gegenwartsflair.“ (Gunter Reski)


Die Technik des Sampelns bezeichnet in der Musikszene einen Vorgang, in dem ein Bruchstück einer – bereits fertigen – Musikaufnahme (ein Sample, engl. für ‚Auswahl‘, ‚Muster‘) in einem neuen Kontext verwendet wird.
Ganz ähnlich kann man sich Wolfs Arbeitsverfahren vorstellen. Proportionen, Farben, harte Kanten aus den Werken von Josef Albers, Frank Stella oder Piet Mondrian werden „gesampelt“, ironisch gebrochen und aktualisiert. Wie frisch gestrichen und frisch erfunden wirken beispielsweise die in Acryl auf Sperrholz komponierten rechtwinkligen Linienkreuzungen, die in dieser Ausstellung zu sehen sind. Dennoch muss der Kunstkenner zwangsläufig an das reduzierte Vokabular von Mondrians „New York-Gemälden“ denken. Gemeinsam ist den beiden Konzepten, dass keine subjektive Handschrift erkennbar wird. Fachleute sprechen hier von „Kalter Abstraktion“. Mondrian beschränkte sich auf waagerechte und senkrechte Linien und die Grundfarben Gelb, Rot und Blau. Jens Wolf, Absolvent der Karlsruher Akademie, scheint auf diese Ideologie zu pfeifen und malt die akkurat gezeichneten Rechtecke hauptsächlich mit getrübten und gemischten Tönen aus. Farbwerte werden umjustiert, es entsteht ein anderer Rhythmus, und man staunt über die feine, subversive Aushebelung der starren Theorie.
Jens Wolf ist ein Künstler, der sich ähnlich wie die Architekten des Historismus mit den formalen und gedanklichen Ressourcen der Geschichte auseinandersetzt. Der Vorwurf der „Zitation“ oder der Verdacht, dass hier jemand nur auf das „Covern“ von Kunst setze, zielt freilich ins Leere. Der Bildermacher Wolf aktualisiert, das heißt: Er vergegenwärtigt. Ihm gelingt sogar das Kunststück, dass wir - nach der Betrachtung seiner Werke - die längst zum „Allgemeingut“ gewordenen Originale in einem ganz neuen, gegenwärtigen Licht betrachten können.