Lothar Wolleh

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Lothar Wolleh –  Ausstellungen Auswahl

  • 1962: Otto Steinert und Schüler. Fotografische Ausstellung, Gruppenausstellung in der Göppinger Galerie, Frankfurt am Main
  • 1964: Farbige Fotografie. Bilder aus dem Vatikan, Einzelausstellung: Schatzkammer des Essener Münsters. Die Ausstellung wurde vom Essener Bischof Hengsbach (am 21. März 1964) eröffnet
  • 1965: Zyklus von Farbfotos zum römischen Konzil, Einzelausstellung in der Galerie Valentin, Stuttgart

posthum

  • 1979: Lothar Wolleh (NIEMCY). Portrety Artystów, Einzelausstellung im Muzeum Sztuki w Łodzi, Polen
  • 1980: Lothar Wolleh: Künstlerbildnisse. Kunstobjekte, Photographien, Einzelausstellung der Künstlerporträts in der Städtischen Kunsthalle Düsseldorf
  • 1986: Lothar Wolleh – Das Foto als Kunststück, Einzelausstellung der Lippischen Gesellschaft für Kunst e. V. im Detmolder Schloss
  • 1995: Lothar Wolleh 1930–1979: Künstlerbildnisse – Kunstobjekte, Photographien, Kunstmuseum Ahlen
  • 2005–2007: Lothar Wolleh. Eine Wiederentdeckung: Fotografien 1959 bis 1979, Kunsthalle Bremen, Ludwig Museum Koblenz, Kunst-Museum Ahlen, Stadtmuseum Hofheim am Taunus
  • 2006: Joseph Beuys in Aktion. Heilkräfte der Kunst, Gruppenausstellung: museum kunst palast, Düsseldorf
  • 2008: Fotos schreiben Kunstgeschichte, Gruppenausstellung: museum kunst palast, Düsseldorf
  • 2008: Unsterblich! Das Foto des Künstlers, Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek
  • 2008: Lothar Wolleh: Künstlerportraits, Galerie f5,6, München
  • 2009: Lothar Wolleh: Portraits d’artistes, Goethe-Institut Paris
  • 2012: Lothar Wolleh: Joseph Beuys im Moderna Museet, Stockholm, Januar 1971, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin
  • 2012: Das Konzil – Fotografien von Lothar Wolleh, Berlin, Bonifatiushaus Fulda
  • 2013: Lothar Wolleh (1930–1979) : Das Zweite Vatikanische Konzil im Bild : Fotografien, Franz Hitze Haus, Münster
  • 2014: Lothar Wolleh Künstlerportraits der sechziger und siebziger Jahre, Kunstmuseum Magdeburg
  • 2015: Lothar Wolleh – Die ZERO–Künstler, Galerie Pavlov’s Dog, Berlin
  • 2015: Lothar Wolleh – Vaticanum II, Galerie f5,6, München

 

 

Literatur zu Lothar Wolleh

 

  • Karl-Heinz Hering: Lothar Wolleh. Künstlerbildnisse, Kunstobjekte, Photographien. Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf 1980.
  • Das Foto als Kunststück, in: Art Magazin, Ausgabe 8/1980
  • Patricia G. Berman, Art Scene Düsseldorf: The Performative Print, in: Reinhold Heller, Anja Chávez, Two and One, Printmaking in Germany 1945-1990, Davis Museum and Cultural Center, Wellesley College, Wellesley, Mass., 2003
  • Wulf Herzogenrath, Burkhard Leismann (Hrsg.): Lothar Wolleh. Eine Wiederentdeckung. Fotografien 1959–1979. Hauschild Verlag, Bremen 2005, ISBN 3-89757-304-0.
  • Kristina Lowis (Hrsg.): Unsterblich! Das Foto des Künstlers. Staatliche Museen zu Berlin, Berlin 2008, ISBN 978-3-88609-656-5.
  • Udo Kittelmann (Hrsg.) u. a.: Lothar Wolleh. Joseph Beuys im Moderna Museet, Stockholm, Januar 1971. Buchhandlung Walther König, Köln 2012, ISBN 978-3-86335-263-9.

 

 

 

 

Lothar Wolleh – Biographische Angaben

1930                  Am 20. Januar als erster Sohn der alleinerziehenden Arbeiterin Martha Wolleh in Berlin Wedding geboren.

1935 – 1939      Unterbringung in einer Berliner Pflegefamilie und anschließende Rückkehr zu seiner Mutter und den drei Brüdern.

1944           Alle Mitglieder der Familie des Onkels kommen bei einem Bombenangriff ums Leben.

1945           Die Wohnung der Familie wird bei einem Luftangriff zerrstört.

1946 – 1948   Studium an der neu gegründeten Hochschule für angewandte Kunst, Berlin-Weißensee, bei Otto Sticht und Ernst Rudolf Vogenauer, Klasse für Elementarlehre und gegenständliche Malerei.

1948 – 10.1949    Aufenthalt in „Boys Town“ in Bad Vilbel, einem von der US Arme unterhaltenen Lager für entwurzelte junge Deutsche, welches auf dem Ansatz von Pater Edward Flanagan basierte.

7.7.1950            Verhaftung in Ost-Berlin Aufenthalt in dem Gefängnis Berlin Lichtenberg und Hohenschönhausen

24.2.1951           Verurteilung durch ein Sondergericht „OSO“ (Fernurteil aus Moskau) wegen angeblicher Spionage und Diversion nach Artikel 58-6 und 58-9 des StGB der RSFSR zu 15 Jahren Arbeitslager. Deportation nach Workuta. Zwangsarbeit in einem Kohleschacht in Workuta.

12.1.1956            Entlassung aus der Haft, Grenzdurchgangslager Friedland

16.1.1956            Ankunft in Berlin (Tempelhof) vier Tage vor sein 26. Geburtstag.

1956 – 1957         Ausbildung im Letteverein, Stiftung des öffentlichen Rechts, Berufsfachschule für Photographie, Grafik und Mode, Berlin (West)

16.1.1957            Die holländische Pastorin Frau Be Ruys vom der Jugendabteilung des Weltkirchenrates kontaktiert Lothar Wolleh. Sie wird eine Begleiterin und Mentorin und vermittelt ihn den Aufenthalt in Gotland (Schweden).

1958                    Aufenthalt auf Gotland (Schweden). Der mehrmonatige Aufenthalt in Schweden ist Teil eines Erholungsprogrammes des Weltkirchenrates für kriegsgeschädigter Jugendliche. Für Wolleh begründet diese Reise eine lebenslange Zuneigung zu Menschen und Landschaft der schwedischen Insel.

1959-61              Studium an der Folkwang-Schule, Essen, bei Otto Steinert.

1960                   Studienreise nach Paris als Teil der Ausbildung an der Folkwang-Schule.

1962 – 1979        Arbeitet als freischaffender Fotograf mit Wohnsitz und Studio in Düsseldorf,

1962 bis Ende 60er Jahre ist er als Fotograf u.a. für die Werbeagenturen TEAM, DDB, troost, McCann tätig gleichzeitig beginnt er die Arbeit an seinen selbstbestimmten Fotokunstprojekten.

1963                    In etwa um diese Zeit beginnt Lothar Wolleh mit seinem großangelegten Fotoprojekt „Künstlerporträts“, an dem er bis zu seinem Tod kontinuierlich arbeitet.

1963 – 1965            Verschiedene Reisen nach Rom für sein späteren Fotoband „Das Konzil“.

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Lothar Wolleh 03.02.2017 — 18.03.2017

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