Michael Bach

biography

1953
geboren in Sehma, Erzgebirge, lebt und arbeitet in Düsseldorf

1975–1983
Studium an der Kunstakademie Düsseldorf (1975–1979 bei Norbert
Tadeusz; 1979–1983 bei Gerhard Richter, Meisterschüler)

1986
Aufenthalt im Centro Tedesco di Studi Veneziani, Venedig

1991
Landschaften, Edition Kunstring Folkwang Essen (Bach, Bustamante, Gursky, Honert, van Ofen, Schön)

1995
Vorträge Rijksakademie Amsterdam
Gastprofessur an der Hochschule für Gestaltung Offenbach

2001–2005
Lehrauftrag für Malerei an der KHB Berlin-Weißensee

exhibitions (selected)

2015
Urban Landscapes, Heinz-Martin Weigand, Berlin

2013
Symbiosis, AKI Gallery, Taipei, Taiwan
Stadt in Sicht, Museum Ostwall im Dortmunder U, Dortmund
Wahlverwandtschaften, Aktuelle Malerei und Zeichnung aus dem Museum Frieder Burda im Museum Franz Gertsch, Burgdorf, Schweiz
Michael Bach und Hans Scheib: Neue Skulpturen und Bilder, Galerie Cerny + Partner, Wiesbaden

2012
Facing Reality 2012 – Eye On, AKI Gallery, Taipei TW
Galerie Ruth Leuchter, Düsseldorf
Visual Inspection, Galerie Cerny + Partner, Wiesbaden

2011
Michael Bach/Dirk + Maik Löbbert, dok25a, Düsseldorf
motiv:architektur, Künstlerverein Walkmühle e.V, Wiesbaden
New German Figuration, AKI Gallery, Taipei TW
Seewerk 2011, Das Seewerk, Moers
It’s a Jolly Holiday with Lesley, Galerie Heinz-Martin Weigand, Ettlingen-Karlsruhe

2010
Perspektive Landschaft, Kunstverein Augsburg
Die Bilder tun was mit mir…, Museum Frieder Burda, Baden-Baden
Home Run, Architekturmuseum der TU Berlin

2009
Perspektive Landschaft, Kultur im Landkreis Ravensburg Schloss Achberg
Broken Vision, Kunstverein Mannheim
Topoi, Galerie Heinz-Martin Weigand, Ettlingen-Karlsruhe
Essential Gothic Mix, Galerie Ruth Leuchter, Düsseldorf

2008
Städtische Galerie Fruchthalle Rastatt (Kat.)
Galerie Heinz-Martin Weigand, Düsseldorf

2007
Neue Malerei aus der Sammlung Frieder Burda, Baden Baden
Museum im Prediger, Schwäbisch Gmünd
Galerie Angela Cerny & Ronald Puff, Wiesbaden
Galerie Ruth Leuchter, Düsseldorf

2006
Neue Malerei – Erwerbungen 2002 -2005, Museum Frieder Burda, Baden-Baden
President’s XI, Galerie Ruth Leuchter, Düsseldorf
Michael Bach, Simon Hemmer, Andreas Schön, Avantgart, Heimbach

2005
Über Drüber und Vorüber, Schloß Lanke
Baruther Salon, Kunst und Kulturverein Alte Schule Baruth
Galerie Heinz Weigand, Karlsruhe

2004
Wheeling/London, Cell Project Space, London
Heimspiel, Galerie Heimspiel, Frankfurt a. M.
Das unbekannte Meisterwerk, Kunsthaus Potsdam
Quinze anos, Theodor Lindner Arte, Rio de Janeiro BR
Interim, Galerie Jette Rudolph, Berlin

2003
Maria im Abseits?, Bischöfliches Dom-und Diözesanmuseum, Trier
City Landscape, Galerie Heinz-Martin Weigand, Ettlingen-Karlsruhe
City Planning/Schilderijen, Kunstencentrum Signe, Heerlen NL
elan vital, Galerie Ruth Leuchter, Düsseldorf
Galerie Felix Ringel, Düsseldorf
Galerie Angela Cerny & Ronald Puff, Wiesbaden

2002
Galerie Heinz-Martin Weigand, Ettlingen-Karlsruhe
Galerie Jette Rudolph, Berlin

2001
Galerie Jette Rudolph, Berlin

2000
Galerie Heinz-Martin Weigand, Ettlingen-Karlsruhe
Galerie Schütz, Frankfurt a. M.

1999
Galerie Jette Rudolph, Berlin
Leo Koenig Incorporated, New York
Landschaftsmalerei heute, Sammlung Murken, Suermond-Ludwig-Museum, Aachen
Pictures Of Pictures, Arnolfini, Bristol
Norwich Gallery, Norwich/Norfolk

1998
Melancholie und Eros, Sammlung Murken, Ludwig Forum für internationale Kunst, Aachen Kunsthalle Barmen, Wuppertal
Galerie Wolfram Bach, Düsseldorf
Andrew Mummery Gallery, London

1997
Augenzeugen – Die Sammlung Hanck, Kunstmuseum Düsseldorf im Ehrenhof, Düsseldorf
Bach, Gursky, Hütte, Schön, van Ofen: Landschaft, Kunstverein der Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf
Castello di Rivara, Rivara/Turin
Galerie Schütz, Frankfurt a. M.

1996
Galerie Tabea Langenkamp, Düsseldorf
Kunstverein Eislingen
Galerie Rüdiger Schöttle, München

1995
Out Of Sight, Artis, ‚s-Hertogenbosch NL
Never A Dull Moment, Galerie Bach & Gayk, Bochum
Room with Views, Casino Knokke
Kunstverein Bremerhaven
Kornhäuschen, Aschaffenburg

1994
Gilmour Gallery, London
Galerie Schütz, Frankfurt a. M.

1993–94
Menschenwelt (Interieur), Portikus, Frankfurt a. M.
Norwich Gallery, Norwich/Norfolk
Westfälischer Kunstverein, Münster
Castello di Rivara, Rivara/Turin
Württembergischer Kunstverein, Stuttgart
Galerie Patrick De Brock, Knokke

1993
Galerie Tabea Langenkamp, Düsseldorf
Critical Distance, Ado Gallery/Luk Lambrecht, Antwerpen
Galerie Johnen & Schöttle, Köln
Prospect ’93, Kunstverein Frankfurt/Schirn Kunsthalle, Frankfurt a. M.
Der zerbrochene Spiegel, Museumsquartier Messepalast und Kunsthalle Wien
Deichtorhallen, Hamburg
Romantik in der Kunst der Gegenwart, Sammlung Murken, Ludwig Forum, Aachen (Kat.)
Galerie Vier, Berlin

1992
Galerie Schütz, Frankfurt
Galerie Bach & Gayk, Bochum
Galerie Rüdiger Schöttle, München
Paysages/Landschappen, Musée de Metz
Galerie Johnen & Schöttle, Köln

1991
Neuer Aachener Kunstverein, Aachen
Galerie Tabea Langenkamp, Düsseldorf

1990
Galerie Ulla Klot, Hamburg
Galerie Rüdiger Schöttle, Köln

1989
Galerie Johnen & Schöttle, Köln

1988
A.P.A.C, Nevers, FR (Kat.)

1986
Galerie Johnen & Schöttle, Köln

1984
Galerie Rüdiger Schöttle, München
Galerie Johnen & Schöttle, Köln

1982
Galerie Rüdiger Schöttle, München

 

Michael Bach berlin düsseldorf köln 13.11.2015 — 10.01.2016

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Michael Bach Land und Leute 27.10.2007 — 22.12.2007

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Seit Ende der 1970er Jahre entstehen aus der Hand Michael Bachs Stadtansichten bzw. Stadtlandschaften, die der zeitgenössischen Architekturmalerei zugerechnet werden. Dabei bildet stets eine Fotografie die Arbeitsgrundlage. Doch Bach verfolgt kein dokumentarisches Interesse fotografischer Exaktheit, bei dem allein der gewählte Bildausschnitt dem künstlerischen Interesse genügt, zumal die Fotografie das Gesehene entzaubert und nie so wiedergibt, wie der Betrachter eine Szene im realen Eindruck erlebt. Durch die Malerei gelingt es Bach, die Dinge in einer eigenen Welt neu entstehen zu lassen und spezifische Qualitäten durch Duktus oder Farbwahl zu enthüllen.


Dabei sind seine Arbeiten vorwiegend nach bildnerischen Gesichtspunkten komponiert in denen die Architektur und die sie umgebende Landschaft mit dem gewählten Bildausschnitt in Beziehung tritt. Da Landschaftsmalerei nicht die Natur selbst sondern Darstellung einer Konstruktion von Natur ist, handelt es sich auch bei Bach um eine Verdichtung dessen, was der Maler sieht und als bildwürdig erachtet. Er überführt Baukunst in Bildkunst und legt das bildnerische Potential von Architektur, deren Strukturen und Geometrie frei. So ist Landschafts- oder Architekturmalerei immer auch eine zeitgenössische Interpretation des Wahrnehmbaren.


Neben Farbigkeit und Lichtverhältnissen prägt vor allem die Tatsache das Stimmungsbild der Stadtansichten, dass diese zumeist menschenleer sind. Dabei genügt sich die Architektur als Spiegelbild der Gesellschaft, die in ihr lebt, und erscheint bereinigt von Vorübergehendem und momentanen Zufälligkeiten. Als Ideallandschaften, die Informationen über die Konstruktion und das ästhetische Ordnungsprinzip der Stadt mitteilen, kann die Malerei Bachs zunehmend als sinnlich, jede vermeintlich realistische Darstellung unterlaufend begriffen werden.


In der Aufhebung des Realismus ähnelt Bach seinem einstigen Lehrmeister Gerhart Richter, der in den 1960er Jahren beispielsweise durch die Verwischung von Umrissen dem Abbildhaften im Bild entkommt. Bach nimmt einen verwandten aber anderen Weg, arbeitet mit Mitteln der Neutralisierung und Idealisierung, malerischer Glättung und Reduktion. Es geht weniger um die Transformation des Bildes in reine Malerei, dem Einfangen des eingefrorenen Augenblicks wie im Fotorealismus, als um die Schilderung von Ansichten mit eigener Erscheinungsweise durch einen differenzierten und angemessenen Umgang mit Farben und Töne.