Vincent Olinet

biography

born in 1981, lives and works in Brussels and Singapore
2006–2007
Rijksakademie, Amsterdam, Pays-Bas
2005
DNSEP avec félicitations, Ecole nationale des Beaux Arts de Lyon Prix Pézieux, ENBA, Lyon
2004
2e Prix Photo « Ridicule », CNOUS, Paris
Prix de sculpture Charles Dufraine, ENBA, Lyon
2002–2003
Concordia University, Montréal, Canada

exhibitions
2015
Ube Biennale, Ube JP
Rerum Novarum, Pavillon Blanc FR
Memory Palaces, Concordia NL
Choices, Paris
2014
Cloche sexe, galerie Laurent Godin, Paris
Sèvres Outdoor, Sèvres FR
Grandeur, French Sculpture From Laurens To The Present Day, Den Haag
Sinon, le chaos, Appartement, Paris
Rectangle, Brüssel
Le Festin de l’Art, Dinard FR
Slapstick! Die Kunst der Komik, Lentos Kunstmuseum Linz
Kunstvlaai, Amsterdam
2013
Light Festival, Amsterdam
„Slapstick“, Kunstmuseum Wolfsburg, Wolfsburg
„I can’t perform miracles“, Fost Gallery, Singapore
Yia art fair, Lille (solo)
„Les nouvelles folies francaises“, musée national d’archéologie, Domaine
de Saint-germain-en-laye
2012
„Rouge New milford, installation dans le domaine de Cloudwalk“, New Milford, USA (solo)
FIAC, Paris
„Un 178 juillet sur“ (une invitation de Thibault Caizergues et Timothée Chaillou), Palais de Tokyo, Paris
„GroMiam“, Musée International des Arts Modestes, Sète, F
„De Passo en la Tierra“, Sevilla, Madrid, Bilbao, curated by the Institut Francais
„Rouge Rambouillet, installation das le domaine de Mittainville“, Rambouillet (solo)
„Vincent Olinet“, Galerie In Extenso, Clermont-Ferrand, F (solo)
2011
„Homework“, The Ister, Brussels, Begien
„depuis qu`il existe des miroirs“, Galerie Ruth Leuchter, Düsseldorf (solo)
Art Brussels, Brussels
„Convivio ou la plastique culinaire“, Le Micro Onde, Velizy-Villacoublay
„Young Artist Award“, Rotary-Club, Schloss Bad Homburg
„Blickachsen 8 Blickachsen 8“, Skulpturen in Bad Homburg und Frankfurt RheinMain
„When The Fairy Tale Never Ends“, FORD MODELS/fordPROJECTS, New York, USA
2010
„Twice Upon A Time“, Galerie Laurent Godin, Paris (solo)
„Rythm is my only companion“, Annarumma404, Milan (solo)
Shanghai Biennale
„Let’s Dance“, MAC/VAL, Vitry sur Seine
„Lust and Vice: The seven Deadly Sins from Dürer to Nauman“, Kunstmuseum Bern, Zentrum Paul Klee, Bern
„Vis-à-vis“, ENBA Lyon
New Contemporary Art Center, Moscow
„Märchen Kunst“, Kunsthalle Darmstadt
„Casanova For Ever“, Frac Languedoc-Roussillon et Château de Sigean
„Space For Fantasy“, Galerie des Galeries, Galeries Lafayette, Paris
„Think Pink!“, Gavlak Gallery, Palm Beach
2009
„Parcours de sculptures Fiac09“, Jardin des Tuileries, Paris
Nuit Blanche 09, Paris
Volta 5, Basel
„Maison Descartes“, Consulat de France, Amsterdam
Parcours Saint-Germain, Paris
Zona Maco, Mexico
Art Paris, Grand Palais, Paris
Armory Show, Galerie Laurent Godin, New York
2008
„La vitrine“, Galerie Laurent Godin, Paris (solo)
„Sorry we’re closed“, Petit chef, Brussels
„Assemblage, Group Show“, Galerie Laurent Godin, Paris
„Wanderland“, De Oude Warande, Tilburg, NL
Art Brussels, Galerie Laurent Godin, Brussels
Femaco, Galerie Laurent Godin, Mexico City
2007
FIAC, Galerie Laurent Godin, Paris
Parcours Saint-Germain, Paris, curator: Anne-Pierre d’Albis-Ganem
Art Brussels, Galerie Laurent Godin, Galerie Rodolphe Janssen, Brussels
Open Ateliers, Rijksakademie, Amsterdam
2006
„Chemin de faire“, Galerie Laurent Godin, Paris (solo)
In the centre Pompidou (Projet de Pawel Althamer), Beaubourg – Espace 315, Paris
FIAC, Galerie laurent Godin, Paris
Open Ateliers, Rijksakademie, Amsterdam
Group Show, curator: Sookoon Ang, Mushroom Place, New York, USA
2005
Rendez-vous, Lyon
„Lyon-Paris“, ENBA Lyon, et ENSBA, Paris
Atelier 01, Lyon
2004
„Work in progress“, 35e Rencontres de la photographie, Arlesa

Clemens Hollerer, Valerie Krause, Vincent Olinet, Leunora Salihu, Thomas Schütte sculptures NOW focus on small pieces 24.05.2013 — 27.07.2013

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Vincent Olinet Duesseldorf Photo Weekend 04.02.2012 — 05.02.2012

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Vincent Olinet depuis qu'il existe des miroirs 04.11.2011 — 14.01.2012

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VIOLINEN  -   BESEN  -   FÄSSER
Die Gegenstände existieren wie Verweise auf den Menschen. Weil sie geschaffen worden sind als menschliche Artefakte, erdacht/erfunden vor Jahrhunderten, deren Gebrauch sich seitdem kaum verändert hat; manchmal auch, weil sie selber surrealistische Verweise auf unsere menschlichen Proportionen sind – und wofür gerade die Violine ein sehr gutes Beispiel ist. 
Die Form einer Violine, ihr Klang ohne Stimme, der Besen und der behaarte Kopf, ein Fass wie ein leerer Magen oder ein weit geöffneter Mund. 
Dies alles sind Formen, die in Anlehnung an unsere eigenen (Körper-)Formen geschaffen worden sind, als Ergänzung unserer Arme, Beine und Organe.

Genau das sind wir: Rohmaterial, verbunden mit einer bestimmten Form, zu einem bestimmten Zeitpunkt. Spielen wir dies noch einmal in Gedanken durch: wobei ich es dem Zuschauer zum Schluss selbst überlasse, das menschliche Gefühl einzuhauchen.) Wie eine Flucht von Spiegeln, die sich bis ins Unendliche reflektiert, eine ganze Folge von „mises en abymes“ (=Fachbegriff, bezogen auf literarische Techniken), die diese seltsame Manie, Menschliches in allem sehen zu wollen, neu erfindet bzw. fortsetzt.


Die Besen, diese Symbole des Haushalts und der Hausarbeit, des Heims, existieren ebenfalls wie Personen. Dieser Haushaltsgegenstand des gut gepflegten Haushalts, wird hier zu zwei Zwillingsschwestern mit einem Knoten im Haar, drei russische Freunde oder eine kleine Bande von Prinzesschen. Sie haben einen Charakter, weil sie einen Ausdruck haben und weil man ihnen Leben einhauchen kann. Man versucht ständig, sich wiederzuerkennen in den Gegenständen, die uns umgeben, und auf die gleiche Weise geschieht es uns manchmal, einen Sessel schüchtern, einen Kühlschrank gutmütig zu finden… was wir in den Wesenszügen herauslesen, die wir ihnen verleihen.


Haare haben einen bedeutenden Platz inne in der Welt der Erzählungen, der Mythologie, der Vorstellungswelt ganz allgemein. Man braucht nur an Geschichten zu denken wie die von Rapunzel, von „Boucles d‘or“ ( Titel eines Märchens, ursprünglich aus England: „The Story of the three Bears“), oder in der Mythologie eines Samson oder der Aphrodite, die mit ihrer Haarpracht ihre Blöße bedecken.


Hier sind diese Besen, mit dem Kopf auf dem Boden. Das sind die stilisierten Jivaro-Köpfe ( Schrumpfköpfe), es sind Trophäen oder auch Skalps, die an einem alten Besenstiel befestigt sind. Menschliche Haare, die gelegentlich verwendet werden, begleiten diese Gewalt, wobei sie das Tabu der Verwendung menschlicher Materialien aufrecht erhalten. Ein realistisches oder surrealistisches Selbstporträt: zum Totem geworden in einem Gerät, das dazu dient, den Boden von Schmutz zu befreien, wobei dieses sich eines unserer größten Verführungstrümpfe bedient. Ein symbolischer „coup de balai“, ein Kehren mit dem eisernen Besen, das uns so eine Geschichte erzählt oder uns eine solche an seiner Statt erzählen lässt.


Das Design der Violine ist hochinteressant, und ihre menschliche, nämlich weibliche Form ist nicht zufällig so. Sie ist ein Objekt, das den Weg durch die Spiegel, die „mise en abyme“, gleich mehrfach zurücklegt. Der Klang des Violoncellos gilt bei manchen als der der menschlichen Stimme am ähnlichsten, und das Stück, das die Violine in ihrem Herzen zusammenhält, wird „Seele“ genannt . Dieser Gegenstand fungiert als Echo auf die Menschen, die wiederum ihm als Echo dienen, und so könnte ich die Serie immer weiter fortsetzen. 
Aber meine Violinen hier sind ohne Stimme. Sie sind vielmehr einfach nur Resonanzkasten/Schallkörper, ohne Saiten und Bogen. Primitive Instrumente, allenfalls dazu geeignet, den Rhythmus zu schlagen. Aber durch die Kraft der Fantasie ist es sehr wohl eine Violine, die man hier sieht, trotz oder gar wegen des wiederverwendeten Holzes, der Heftklammernkratzer und des aufgetragenen roten Lacks. Was als eins der wichtigsten Instrumente der abendländischen Musikgeschichte gelten kann, ist hier auf zwei Holzbretter reduziert, die möglicherweise an eine Violine erinnern.
 Sie sind auf die Länge unserer Arme abgestimmt, diese ganzen Gegenstände zum Drücken, zum Bedienen; aber sie sind voller Nägel und Splitter. Sie existieren mittels all dieser Filter von dem, wonach eine Violine aussehen muss, und die Idee hat nicht warten können, um zu existieren.

Fässer sind dazu gemacht, um Waren/ Nahrungsmittel aufzunehmen. Es sind leere Mägen, die nur darauf warten, gefüllt zu werden, im Hinblick auf eine bevorstehende lange (Fantasie-)Reise. Sie sind das ganze Gegenteil eines Füllhorns. Wie, wenn wir uns vor der Zukunft fürchten, wir Vorräte anlegen an Lebensmitteln und Wasser und sonstigem, was uns möglicherweise nützlich erscheint. Sie enthalten das, was wir bevorraten; aber hier bleiben sie leer. Sie sind Teil jenes irrationalen Vorhabens, dieser irgendwie verkorksten Reise.
 Hergestellt mit dieser rohen Energie, die sie zusammenhält, sind sie bereit zu dienen / sich nützlich zu machen. Sie sind Symbol des Ersparten, einer ausgedachten Organisation. Man könnte sie sehen als Zeugen einer angehäuften Opulenz /eines angehäuften Überflusses, der sich aber nicht manifestiert. Sie sind die Behaglichkeit der Reserve / des Vorrats und für das, was sie nicht enthalten, ist der Countdown schon abgeschlossen / zu Ende. Sie sind das Gegenteil von „Füllhörnern“= keine Füllhörner, sondern „Hohlhörner“, „Leerhörner“).

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Les Violons, After The Waves/Waifs, Les cornes d’inabondance


Ces objets existent comme des références humaines. Parce qu'ils ont été créés comme artefacts humains, inventés depuis des siècles et dont l'usage n'a guère changé, parfois  parce qu'eux-mêmes sont des références surréalistes à nos proportions humaines et dont le violon est un très bon exemple. La forme d'un violon, le son sans voix de ce dernier, le balai et la tête chevelue et un tonneau comme un estomac vide ou une bouche béante. Ce sont des formes créées autour des nôtres, en complément de nos bras, jambes et organes.


C'est ici ce que nous sommes, des matériaux bruts, assemblés en une forme en un temps donnés. Je le rejoue ici, laissant le spectateur insuffler le sentiment humain pour finir. Comme un jeu de miroirs se réfléchissant à l'infini, une suite de mises en abymes, qui réinventerait ou plutôt continuerait cette manie étrange de voir l'humain partout.


Les balais, symboles du ménage et de l'entretien du chez-soi, du foyer, existent ici comme des personnages. Cet objet de la maison bien tenue, devient ici deux soeurs jumelles aux noeuds dans les cheveux, trois amies russes ou une bande de jeunes filles-princesses. Ils ont un caractère parce qu'ils ont une expression et que l'on peut insuffler en eux la vie. On cherche toujours à se reconnaître à travers les objets qui nous entourent, et de la même manière il nous arrive parfois de trouver une chaise timide, un frigo bienveillant… lu dans les traits qu'on leurs prête.
Les cheveux tiennent une place importante dans l'univers des contes, de la mythologie, de l'imaginaire en général. Il suffit de penser à des histoires somme celle de Rapunzel, de Boucle d'Or, ou dans notre mythologie de Samson ou d'Aphrodite dont la chevelure cachait la nudité.


Ici ce sont des balais, la tête au sol. Ce sont des têtes réduites de Jivaro, des trophées ou bien des scalps, accrochés au bout d'un vieux manche à balai. Les cheveux humains parfois employés accompagnent cette violence, en entretenant le tabou des matériaux humains. Un autoportrait réaliste ou surréaliste, totemisé dans un outil pour nettoyer la saleté au sol, avec ce qui est l'un de nos plus grand atout de séduction. Un coup de balai symbolique, qui raconte alors une histoire ou qui nous en fait raconter une pour lui.


Le design du violon est très intéressant, et sa forme humaine voire féminine n'est pas fortuite.  C'est un objet qui fait ce trajet du miroir mis en abîme plusieurs fois. Certains considèrent le son d'un violoncelle comme étant le plus proche de la voix humaine, et la pièce même qui tient le violon en son coeur s'appelle l'âme. L'objet fait écho aux hommes qui lui font écho à leur tour, et je continue ce flot.
Mais ici mes violons sont sans voix. Ils sont plutôt de simples caisses de résonances, sans cordes ni archet. Instruments primitifs qui serviraient à battre le rythme. Mais par la force de l'imagination c'est bien un violon que l'on voit, malgré ou grâce à ce bois de récupération, ses coups d'agrafes et ce vernis rouge étalé.
Ce qui est l'un des instruments les plus important dans l'histoire musicale occidentale se résume ici à deux planches qui éventuellement ressemblent à ce violon.
Ils ont été fait pour la taille de nos bras, ce sont des objets à serrer, à manipuler, mais pleins de clous et d'échardes. Ils existent au travers de tous les filtres de ce qu'un violon doit avoir l'air et l'idée n'a pas pu attendre pour exister.
Les tonneaux sont faits pour accumuler des denrées. Ce sont des estomacs vides qui attendent d'être remplis, en vue d'un long voyage imaginaire. Ils sont tout le contraire d'une corne d'abondance. Comme lorsque nous craignons le futur nous accumulons la nourriture, l'eau, tout et n'importe quoi qui nous semblerait utile. Ils contiennent ce que nous nous prévoyons, mais ici restent vides. Ils font partie de ce plan irrationnel, ce voyage détraqué quelque part.


Fabriqués avec cette énergie brute qui les tient ensemble, ils sont prêts à servir. Ils sont le symbole d'une épargne, d'une organisation imaginaires. On pourrait les voir comme témoins d'une opulence amassée mais qui ne se manifeste pas. Ils sont le confort de la réserve et ce qu'il ne contiennent pas, le compte à rebours déjà achevé. Ce sont des cornes d'inabondance.


Les violons, After The waves/Waifs. Les cornes d’inabondance, Fabriqués à la va-vite, ils sont ici les signes de ma présence, une présence humaine qui agrafe, cloue et lie ensemble. Gestes sculpturaux, quand l'idée devient impérieuse et s'impose dans ce monde. Quand il s'agit de fabriquer très vite pour fixer l'idée, ne pas la laisser s'échapper, et clouer le bois ensemble.


Ce sont là ces miroirs, au travers desquels je vois le monde et comment le monde me voit à travers eux.
Vincent Olinet