Michael Bach, Indra. Paintings 10.11.2012 — 12.01.2013

Bach-Aussstellung-2012-Potsdam-72-
10.11.2012 — 12.01.2013


Michael Bachs Arbeiten interpretieren malerisch die Art und Weise,
wie wir heute Landschaft wahrnehmen. Es sind Stadt- und Industrie-
landschaften, die auf den ersten Blick oft wie Bildpostkarten wirken.
Indem er Menschen und Fahrzeuge, also alles Vorübergehende, aus
seinen Ansichten entfernt, entwickelt er gewissermaßen Ideal-
landschaften, die Informationen über die Konstruktion und das
ästhetische Ordnungsgefüge geben.
Der Hamburger Maler Christian Hahn hat im Lauf der zurückliegenden fünf
Jahre ein Oeuvre von beachtlicher Geschlossenheit und Konsequenz erar-
beitet. In seinen zum Teil großformatigen Leinwänden bricht er mit einem
Gros aktueller malerischer Konventionen an nahezu allen neuralgischen Stel-
len. Schon der Versuch, die Themen seiner Bilder zu benennen, führt ins
Zentrum einer ebenso beeindruckenden wie engmaschigen Malereiposition
der Gegenwart, die zwar aus dem breiten Fundus bildlicher Archive schöpft,
sich aber einer eindeutigen Lesbarkeit verweigert.
Weder lassen sich die Arbeiten unter den Ordnungsbegriffen eines
Post-Realismus oder Ultra-Naturalismus, noch unter rein fiktionalen Pop
subsumieren. Vielmehr stellen seine aus heterogensten Motivanleihen und
Querverweisen, aus zitathaften Reminisezenzen und diversesten
stilistischen Bezugnahmen konstruierten Bildräume die konsequente Um-
setzung gegenwärtiger Strategien von Weltaneignung dar und reflektieren
damit nicht zuletzt die aktuellen Probleme des Künstlerischen im Umgang
mit den Zeichen:
Nichts ist in den Bildkompositionen Hahns im eigentlichen Sinn unbekannt
und doch offenbaren die Synthese von hinlänglich Bekanntem, das Spiel
mit Analogien und Paraphrasen das Unvermögen der Gegenwart,
Unvereinbares zusammen zu sehen, bzw. zusammen zu denken, ohne
daraus in einem romatisch-idealistischen Sinn subjekthafte  Figuren zu
destillieren, denen ein irgendwie gearteter Sinngehalt zugeschrieben
werden kann.  (Auszug aus dem Text von Ralf Hartmann)
Die Künstlerin Indra stellt den Betrachter in einen Raum, in dem Gegen-
sätzlichkeiten und unterschiedliche  Realitäten auf einander prallen.
Wie in vielen Arbeiten Indras wird eine Welt imaginiert, wo Heimliches
und Un-heimliches traumartig in realtiy-clahs kollidieren und in der
sich das Interesse der Künstlerin an Porzessen der Synthetisierung
von Disparatem und Ambivalentem visualisieren.
Spielgelungen, Sehnsucht und Utopien, Reisen an Orte der Imagination.
Indras Arbeiten berichten von einer romantischen Haltung, die sich auf
spielerische Weise der Erfahrung und Sprache der Gegenwart bedient
- von Luftschlösssern und nicht von Ruinen erzählen.
(Auszug aus dem Text von Valérie Knoll)