Klaus Geldmacher Arbeiten von 1990–2010 26.11.2010 — 23.12.2010

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26.11.2010 — 23.12.2010
Geldmacher, Klaus. dt. Licht-und Objektkünstler.
* 25. 1. 1940 Frankfurt am Main, lebt in Mülheim/Ruhr.
1957-63 Jazzmusikerin Frankfurt am Main. Stud.:
1964- 70 HBK Hamburg (bei Harry Kramer,
Hans Michel:1971- 83 kulturpolit. und journalist.
Tätigkeit, u..a. für die SPD.|1972/73 Geschäftsführer
der Internat. Ges.der Bild. Künste (IGBK/UNESCO)
in Bonn,  1973/74 Geschäftsführender Sekretär des
Dt. Künstlerbundes in Berlin. 1979/80 Pressesprecher
des Kultursenators in Hamburg. 19822783 Redakteur
bei der Hamburger Rundschau: 1990- 2000 aktiv in
den IG Medien, Fachgruppe Bild. Kunst
(u.a. Bundesvorsitzender); 1966 2. Preis beim Dt.
Kunstpreis derJugend für Malerei; 1988 Werk-Stip.
Dt. Kunstfonds e.V.; 1988 Sonderpreis Dt. Künstlerbund
(mit E. Kieselbach). – G. gehört zu den  führenden
Vertretern der Lichtkunst in Deutschland (mitunter
auch Verwendung von Klängen und Musik) Seit 1965
entstehen Objekte, häufig als Reliefs, die mittels
Glühbirnen und Leuchtstoffröhren Farbigkeit und
Wirkung von  künstl. Licht nutzen. Anfangs liegen
den Arbeiten vielfarbige regelmäßige Anordnungen
zugrunde, wie man  sie von Spielautomaten und
Musikboxen kennt. Mit dem Lichtwürfelzur
documenta 1968 (7 x 7 x 7 m , mit Frandesco
Mariotti)  weitere konstruktive Klärung. Neben
großdimensionierten Arbeiten, wie sie bes. in
der Zusammenarbeit mit F. Mariotti
(u.a. 1989 – 2005 Lucciola-Projekt mit
Solarenergienutung, Leuchtdioden)  ( 1987-93
Klanginstallationen)realisiert werden und
weitgehend streng organisiert sind, entstehen
im Lauf der Jahre zunehmend beiläufige, freiere
Konstellationen, denen Provisorisches, ja Zufälliges
eignet . G.  findet Mat. im Sperrmüll und auf
Schrottplätzen., er verwendet Plexi-glasscheiben,
Holzstücke, Metallprofile, Elektrokabel und fabrikneue
elektron. Bauteile. ohne selbst maler. einzugreifen,
nutzt G. die Eigenfarbigkeit der Fundstücke,
sowie farbige Glühbirnen, die „maler“ Wirkungen
evozieren. Zw. 1971 und 1983 stellt er die künstler.
Arbeit fast ganz ein. Seine Auffassung des Kunstprozesses
äußert sich seit 1968 in der Idee des Teamworks sowie
in der Herstellung von Multiples, womit G. den Künstler
nicht als singuläres Genie, sondern als Produzenten
definiert und somit ein demokrat. Verständnis
von Kunst proklamiert, die allen Bevölkerungs-
schichten zugängl. sein soll.  G.s Objekte zielen auf
ästhe. Kontemplation und kombinator. Kreativität des
Betrachters, wobei sie Phänomene der Alltagskultur aufgreifen.

aus
Allgemeines Künstlerlexikon, Bd 51
Verlag K.G. Saur, München und Leipzig 2006
Text: Thomas Hirsch