ecole francaise? schon tot! 03.09.2010 — 16.10.2010

Bruere,Ausstellung
03.09.2010 — 16.10.2010
Seine Arbeiten stehen unter dem Antrieb, täglich die Menschheit und Welt retten zu wollen, von apokalyptischen Visionen getriebenen schnellen Gestus begegnen uns seine Arbeiten. Er setzt hierfür unter anderem auf die Darstellung des Tierischen, das in besonderem Maße eine Potenz zu besitzen scheint, dem Spirituellen näher zu kommen und dem Machtanspruch von Medienrepräsentationen und Werbeslogans zu opponieren. Bruères Werke sind aus Öl, Acryl sowie Stoff auf Papier oder Leinwand gearbeitet. Die Textilien sind entweder neuwertig, oder sie bestehen aus gebrauchten Kleidungsstücken, wodurch Tier- und Mischwesen anthropomorphisiert, in die menschliche Welt einbezogen werden. Wie ein Schamane, der sich einen Vogel- oder Löwenkopf überstülpt, um sich während seiner Trance mit diesen zu vereinen, setzt sich Bruère, der gerne beim Zeichnen und Malen Musik hört, als Grenzgänger zwischen Tier und Mensch in Szene. Seine Hände malen und kleben instinktiv und automatisch, wie er erläutert, als würden quasi Löwe und Adler anwesend sein um ihm im Kampf mit der Leinwand, Öl und Stoff zur Seite zu stehen. Die gebrauchten Kleidungsstücke sind das Fell und das Gefieder derMenschen, die Bruère benutzt um einer anderen Dynamik näher zu kommen.

Text Dr. Stefanie Rinke zur Ausstellung “ Son of...“,
Musée des Beaux-Arts de Tourcoing